Die Welt ins Gebet nehmen

  • Werte und Verantwortung | 29.06.2017

In Hamburg dreht sich derzeit noch alles um den G20-Gipfel. Im Umfeld der Großveranstaltung kam es immer wieder auch zu gewalttätigen Ausschreitungen bei Demonstrationen. Die Schülerinnen und Schüler der Katholischen Schulen in der Hansestadt haben eine friedliche Aktion geplant. Gemeinsam mit den evangelischen Schulen der Stadt beten sie dafür, dass sich die Entscheider beim Gipfeltreffen für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.

Rund 10.000 Schülerinnen und Schüler in Hamburg wollen vor, während und nach dem Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 7. und 8. Juli politische Entscheider wie Merkel, Trump und Co. ins Gebet nehmen. Drei Wochen lang, jeweils am Donnerstag, greifen die konfessionellen Grund- und Stadtteilschulen sowie Gymnasien die Themen Armut, Flucht und Umweltzerstörung mit Gebetsanliegen auf. "Berühre ihre Herzen, so dass sie entschieden für die Rechte aller eintreten“, lautet eine Zeile des Gebets.

 

© Erzbistum Hamburg

Blick über den Tellerrand

An den einzelnen Schulstandorten wird das für diese Aktion verfasste Gebet gemeinsam in der Schulgemeinschaft oder im Klassenverband gesprochen. Darüber hinaus beschäftigten sich die Schüler rund um das Gipfeltreffen mit Lebensläufen Gleichaltriger aus Manila, Syrien und dem Senegal, teilte der Sprecher der Abteilung Schule und Hochschule des Erzbistums Hamburg, Christoph Schommer, mit. „Wir ermöglichen den Kindern und Jugendlichen damit einen ganz wichtigen Blick über den eigenen Tellerrand hinweg und motivieren zugleich zu einem persönlichen Engagement für eine gerechtere Welt und für Menschen in Not“, erklärte der Abteilungsleiter Schule und Hochschule im Erzbistum, Christopher Haep.

Ökumenische Gebetsaktion

Bereits 2015 starteten die Katholischen Schulen in Hamburg unter der Schirmherrschaft von Erzbischof Stefan Heße eine Friedensinitiative unter dem Motto „Den Frieden ins Gebet nehmen“. Im Jahr 2016 erweiterte sich das Gebets-Bündnis um die evangelischen Bugenhagenschulen, die Katholischen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sowie den Bund der Katholischen Jugend in Hamburg. Weitere Informationen zu der Gebets-Aktion gibt es hier.

(mam)

 

Kontakt:

Katholische Schulen im Erzbistum Hamburg:

 

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